Wandern

Wandern ist beliebtes Programm in ganzheitlichen Seminaren und auf Yogareisen. Bewegen und Entspannen, umgeben von schöner und ursprünglicher Natur, in den Bergen oder am Meer, erhöht das Wohlbefinden und die Bereitschaft für intensive ganzheitliche Erfahrungen. Besonders das spirituelle Wandern kann gut ein eigenes Programm füllen. Diese mystische Form der Kontemplation oder Meditation wird von verschieden Religionen und philosophischen Richtungen genutzt um Kraftquellen zu entdecken, Energien zu schöpfen und neue Wege zu finden. Beim Fastenwandern verzichtet man auf feste Nahrung und nimmt viel Flüssigkeit zu sich, mit dem Ziel zu entschlacken und Giftstoffe auszuscheiden. Die Jahrhunderte alte Form der Heilung, Fasten und Wandern, kann zu guten therapeutischen Ergebnissen führen und ist bei vielen chronischen Krankheiten zumindest einen Versuch wert.

Programm

  • Feste Anfangsdaten
Beginn Dauer Titel Veranstaltungsort
01.08.2017 6 Tage MBSR-Kompaktkurs
Achtsamkeit in der Stille
Zentrum Mondsee - Achtsamkeit & MBSR Zentrum Mondsee
Mondsee
09.08.2017 5 Tage Der westliche Weg
Kontemplation & Wandern
Haus Zeitlos im Allgäu Haus Zeitlos
Allgäu
28.10.2017 8 Tage Herbstkurs Ibiza
Yoga – Meditation - Atem
Reinhold Pertler Spirituelle Reisen Reinhold Pertler
Ibiza
08.08.2018 5 Tage Der westliche Weg
Kontemplation & Wandern
Haus Zeitlos im Allgäu Haus Zeitlos
Allgäu
  • Ganzjährige Termine
Beginn Dauer Titel Veranstaltungsort
April bis Oktober eine Woche Offenes Programm
Meditation & Wohlbefinden
Aphrodite-Beach-Programm-1 Aphrodite Beach
Zypern
ganzjährig 1 Woche Neuorientierung & Natur
Lernen von Mutter Erde
Casa Calendula Elba Casa Calendula
Elba
Mai bis Oktober 1 Woche Kreta Kreativ Seminar
Malen, Meditieren & Meer
kreta-offenes-programm Kreta Kreativ
Kreta
Mai bis Oktober 1 Woche Meditativ & Kreativ
Yoga am Meer
Ilios-Sivota-1 Ilios Center
Griechische Küste
Mai bis Oktober eine Woche Spirituell & Gestaltend
Entspannung in der Idylle
mythos-corfu-programm-1 Mythos
Korfu
ganzjährig 6 Tage Auszeit im Kloster
Stille & Entspannung
Kloster St. Maria Pfälzer Wald Koster St. Maria
Pfälzer Wald
ganzjährig 6 Tage inneres Gleichgewicht
Kräfte sammeln
Kloster St. Josef Oberpfalz Kloster St. Josef
Oberpfalz

 

Zentren

Spirituelles Wandern

Spirituelles Wandern kann gut im Sinne verschiedener Religionen und Philosophien praktiziert werden. Oft ist es mit Schweigen oder sehr reduzierter verbaler Kommunikation verbunden. Die Teilnehmer sind auf der Suche. Im Christentum ist Wandern eine beliebte Form der Kontemplation, dem mystischen Weg der westlichen Tradition. Zen propagiert das unmittelbare Wahrnehmen und Sehen, frei von Gefühlen und Bewertungen. Was allen Formen des spirituellen Wanderns gemein ist: das Fehlen von konkreten Absichten und festen Zielen und die Suche nach Glück und Frieden. Es ist ein freies und unbeschwertes sich treiben lassen, begleitet von Achtsamkeit und Entschleunigung. Die Dinge werden so angenommen, wie sie sind.

Pilgern

Eine besondere und sehr meditative Form des Wanderns ist das Pilgern: hier legen die Beteiligten eine bestimmte Wegstrecke aus religiösen oder spirituellen Gründen in der Regel zu Fuss zurück. Pilgerwanderungen sind eine gute Methode um mit seiner Seele in Berührung zu kommen, wobei man nicht unbedingt die bekannten Pilgerpfade wie den Französischen Jakobsweg wählen muss. Es gibt sehr viele weniger berühmte Wege, auf denen die Pilger sehr intensive Begegnungen mit sich selbst erfahren können. Am Rande dieser spirituellen Wege stehen einfache Übernachtungsmöglichkeiten bereit. Beide grossen christlichen Kirchen haben zahlreiche Pilgerbüros eingerichtet, die beraten und begleiten und Pilgerreisen organisieren. Das Schöne am Pilgern ist, dass man nur sehr wenig braucht: Bequeme Schuhe, einen nicht zu schweren Rucksack und ein Ziel. Die alte Weisheit „der Weg ist das Ziel“ greift hier so gut wie in wenigen anderen Beispielen. In Europa war Rom der erste grosse Pilgerort für Christen, die den langen Weg zur Grabstätte der beiden Aposteln Petrus und Paulus auf sich nahmen. Der bekannteste ist mittlerweile der Jakobsweg, der seit 1200 Jahren nach Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens zum Grab des Apostels Jakob führt. Der Camino Frances, der im Südwesten Frankreichs in den Pyrenäen beginnt und über 30 Etappen und 800 km bis zur Kathedrale von Santiago de Compostela führt, ist der klassische Jakobsweg und seit 1993 als Weltkulturerbe anerkannt.

Warum Pilgern?

In der heutigen Zeit sind die spirituelle Motivation und der Wunsch sich selbst zu finden entscheidend, egal ob christlich oder säkular motiviert. Man begibt sich auf den Pilgerweg um die eigene Mitte zu spüren, in Kontakt mit den tiefen Sehnsüchten zu treten, Klarheit und Antworten auf die zentralen Fragen zu erhalten. Der echte Pilger muss nicht nach Santiago de Compostela in den tiefen Westen gehen, es gibt zahlreiche andere Wege; er braucht keine teure Funktionskleidung oder Markenschuhe. Es geht um Ziel, Weg und Unterwegssein. Grundsätzlich sollte man auf gute und bequeme Schuhe und einen nicht zu schweren Rucksack achten. Wer Ansprechpartner sucht, kann sich an die beiden grossen christlichen Kirchen wenden, die kommunale und regionale Büros mit Pilgerbeauftragten eingerichtet haben. Viele bieten sogar eigene Pilgerfahrten an. Viele touristische Veranstalter bieten ihre Wanderungen als Pilgerreisen an, weil sie sich dadurch in der heutigen Zeit mehr Umsatz erwarten.

Wie Pilgern?

Da die Pilger von Anfang an aus ganz Europa, also Ukraine, Rumänien oder Osmanisches Reich kamen, einigte man sich darauf allen Wegen, die Santiago de Compostela und das Grab des heiligen Jakobs als Ziel haben, die Bezeichnung Jakobsweg zu geben. Auf dem Hauptweg Camino Frances gehen jedes Jahr 150 Tausend Menschen, die meisten zwischen Mai und Oktober. Da geht es manchmal ganz schön hektisch zu und wer die Etappe am schnellsten zurücklegt, hat die erste Wahl bei den Schlafplätzen. Das klingt mehr nach Ellenbogen als nach spiritueller Erfahrung. Pilger, die die echte meditative Erfahrung suchen, nehmen vielleicht besser einen der weniger bekannten Pilgerwege, die es in fast allen Regionen gibt. Übernachtet wird in Pfarreien, Klöstern, Gasthöfen, einfachen Unterkünften oder Gemeinschaftsräumen. Das eigentliche Ziel ist der Weg, das Gehen, Schweigen und der Verzicht auf den alltäglichen Schnickschnack.

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