Satsang

Satsang bedeutet spirituelles Treffen oder Zusammensein mit einem echten und erleuchteten Guru oder Meister. Dabei ist nicht entscheidend, ob man zusammen betet, meditiert, Mantras singt, einfach nur da ist, dem Meister zuhört oder mehrere dieser Aktivitäten verbindet. Man lässt die Energie in der Gemeinschaft fliessen und die Inhalte auf sich wirken. Man kann auch über den Vortrag nachdenken und mit den anderen diskutieren. Entscheidend ist, dass jeder sich als Teil des Ganzen wahrnimmt. In Indien hat diese Form der Kontemplation schon seit Jahrhunderten Tradition; in unseren Kulturkreisen musste erst George Harrison seine Beatles-Kollegen zu den Sessions von Maharishi Mahesh Yogi mitnehmen, um die indische Tradition bekannt zu machen. Der richtige Durchbruch kam mit den Satsangs von Osho, die viele Tausend Menschen aus der ganzen Welt besuchten.

Programm

 

Zentren

Satsang – möglicher Ablauf

All diese verschiedenen Formen verbinden, dass die Besucher Teil einer temporären spirituellen Gemeinschaft sind und durch das unmittelbare Erleben die Tür zu ihrem Selbst oder zu den Ursprüngen ein wenig geöffnet wird. Es geht darum Teil eines spirituellen Moments zu sein und es wird kein Eintritt genommen; der Spendenbeutel wird am Ende der Veranstaltung weitergereicht. Das gilt für viele spirituelle Zentren und Meister bis heute. Mittlerweile gibt es auch kommerzielle Veranstaltungen, die sich Satsang nennen und ihren Besuchern Gesundheit, Schönheit, Glück, Reichtum, Erfolg und vieles mehr garantieren. Für viele kranke Menschen sind diese Versprechen auch Hoffnung und Strohhalm. Die Besucher bezahlen für den Vortrag und im Hintergrund agiert das Backoffice des selbsternannten Gurus, um direkt im Anschluss CDs, DVDs, Bücher zu verkaufen und für seine nicht ganz billigen Seminare zu werben. Dem Redner geht es ums Geld, den zahlenden Besuchern um ihr Glück, ihre Gesundheit, ihre Beziehung, ihren Wohlstand. Die Grundidee des Satsangs, das Zusammensein von Menschen unter einem spirituellen Dach, ist bei diesen Veranstaltungen völlig verloren gegangen. Beiden Seiten haben nur ihr persönliches Wohlbefinden im Visier, obwohl die Veranstaltungen rein äusserlich durchaus nach Satsang aussehen können.

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