Klosteraufenthalt

In unserer schnellen Zeit sehnen sich immer mehr Menschen nach Ruhe und innerer Mitte, nach einem Leben ohne Internet und Smartphone. Einige Klöster bieten Besuchern die Möglichkeit eine Zeit lang am kontemplativen Leben teilzunehmen, bei dem sich der Tagesablauf an den Exerzitien ausrichtet. Im Prinzip bedeutet es Schweigen, morgendlicher Beginn der Gebete um 5 Uhr, Wohnen in sehr einfachen Zimmern und die Mahlzeiten in Stille und zu festen Zeiten. Das klingt härter als es tatsächlich ist. Viele der Klöster haben Programme zum Kennenlernen mit etwas Entspannung und Meditation; die softere Version von Kloster auf Zeit. Entscheidend ist bei dieser Form der Auszeit nicht der Grad der Kontemplation sondern den Blick wieder auf das Wesentliche zu bekommen.

Programm

  • Ganzjährige Termine
Beginn Dauer Titel Veranstaltungsort
ganzjährig 6 Tage Einkehrtage
Auszeit im Kloster
Gut-Saunstorf- achtsam Einkehren Gut Saunstorf
Mecklenburg
ganzjährig 6 Tage Auszeit im Kloster
Stille & Entspannung
Kloster St. Maria Pfälzer Wald Koster St. Maria
Pfälzer Wald
ganzjährig 6 Tage inneres Gleichgewicht
Kräfte sammeln
Kloster St. Josef Oberpfalz Kloster St. Josef
Oberpfalz

 

Zentren

Möglichkeiten des Retreats

Am bekanntesten sind die Häuser, die sich auf Manager mit Burnout spezialisiert und grosses Medienecho erhalten haben. Wie so oft sind die bekanntesten nicht unbedingt die besten. Viele Klöster bieten mittlerweile in Ihren Gästehäusern einen gewissen Komfort an, der für die intensive Begegnung mit sich selbst gar nicht nötig ist. Man sollte in der Lage sein, mit sich gut auszukommen und die Stille und das Alleinsein verkraften. Kein Internet, Handy, Radio oder Fernsehen. Achtsamkeit zu erfahren, Stille und Ruhe zu spüren kann für gestresste Menschen ein grosses Geschenk sein. Meistens liegen die Klöster etwas abgelegen, oft sind sie von wunderbarer Natur umgeben. Das erleichtert die persönliche Weiterentwicklung und die Selbstfindung in den Tagen oder Wochen des Retreats. Kloster auf Zeit gibt es nicht nur in christlichen Häusern. Andere Glaubensrichtungen wie Buddhismus und Hinduismus bieten dies auch bei uns an.

Exerzitien-Retreat

Schweigen, Beten, Meditieren, täglich und zu vorgegebenen Zeiten. Was Mönche und Nonnen ausgeglichen und zentriert macht, hilft vielleicht auch dem Rest der Bevölkerung. Unser Leben wird oft als zu laut, zu schnell und zu hektisch empfunden. Unsere Gesellschaft ist kapitalistisch und leistungsorientiert. Da kann ein wenig Achtsamkeit und Entschleunigung nicht schaden. Die christlichen Exerzitien gehen auf Ignatius de Loyola zurück und sind von anderen Gemeinschaften übernommen und verändert worden. Natürlich haben die Yogis das Prinzip schon deutlich früher praktiziert, nur nicht in unserem Kulturkreis. Mittlerweile geht das Angebot von Exerzitien-Kurse im Kloster über Pilgern auf dem Jakobsweg bis zu Online-Exerzitien. Letzteres ist keine Ironie, es gibt sie wirklich. Normalerweise dauert so ein Retreat zwischen einer und vier Wochen und wird von christlichen Klöstern als Einkehr angeboten. In manchen gibt es Begleitung in Einzelgesprächen, in anderen wird die ganze Zeit geschwiegen. Das Ziel ist innere Leere zu schaffen und sich mit einer Gottheit zu vereinen und so Klarheit für das eigene Leben schaffen und Entscheidungen aus innerer Überzeugung treffen. Man begibt sich in einen Raum der Stille mit regelmässigen Gebeten und Meditationen. Es geht nicht darum, etwas zu können oder zu machen, sondern innere Freiheit zu erreichen. Es ist ein Flirt mit dem lieben Gott.

Formen der Exerzitien-Seminare

Sowohl Männer als auch Frauen leiden unter Stress, haben Burnout und wollen das Hamsterrad verlassen. Das können Voraussetzungen für ein Retreat mit Exerzitien sein. Wie so oft im spirituellen Bereich, sind es bevorzugt Frauen, die diese Form des Rückzugs suchen. Wahrscheinlich sind sie offener und haben weniger Angst vor der Ruhe und Stille. Männer bevorzugen modernere Exerzitien mit räumlicher Bewegung: Pilgern, Wandern, Rad- oder Kanufahren. Vielleicht sind die vielen Tage ohne ein Wort für sie bedrohlicher. Dabei können die Tage des Schweigens, der Stille, der Gebete und der Meditation viel in uns verändern. Und am Ende hat man Lust weiterzumachen.

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