Wassermusik Festival Berlin

19.07.2017 | Rubrik: Events

Am Freitag dem 21. Juli beginnt hier in Berlin zum zehnten Mal im Haus der Kulturen der Welt das Festival Wassermusik. Es ist eines der Leuchttürme im ohnehin reichen Kultursommer der Hauptstadt.

Am 21. Juli eröffnet der US-Brasilianer Arto Lindsay das 10. Wassermusikfestival auf der wunderschönen Dachterrasse vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Es ist eines der besonderen Events in der Hauptstadt und steht jedes Jahr unter einem anderen Motto; neben dem oft hochwertigen Musikprogramm gibt es Lesungen, Vorträge und besondere und sehenswerte Filme über das Thema. Zum 10jährigen haben die Organisatoren vom HDKW beschlossen die Wassermusik, also die Kombination aus Wasser und Musik, zum Motto zu machen. So geht es bei den Filmen um Flüsse, Seen und Meer in Afrika, Südamerika und Asien; die Gewässer sind in den jeweiligen Regionen von grosser mythologischer Bedeutung und für die Anwohner überlebenswichtig. Neben Arto Lindsay spielen bis zum 13. August auf der Bühne der Dachterrasse mit Panoramablick so bekannte Namen wie Abdullah Ibrahim, Khaled, Moreno Veloso und einige andere Grössen der Worldmusic. Dieser Event ist eines der Highlights im üppigen Berliner Festivalsommer; gerade bei einem Thema, das so essentiell mit unserem Dasein zu tun hat. Sowohl unser Körper als auch der gesamte Planet bestehen zum Grossteil aus Wasser und ein Leben ohne Musik ist möglich aber sinnlos. Wir überleben problemlos einige Wochen ohne Ernährung, aber nur sehr kurze Zeit ohne Wasser. Einige Konzerne verdienen Milliarden damit, in dem sie Wasser privatisieren, das dadurch für die ärmeren Teile der Bevölkerung zum Luxusgut wird, obwohl es eigentlich für alle da ist. Flüsse wie Amazonas oder Rio Sao Francisco in Brasilien, Kongo in Afrika oder Ganges in Indien waren schon immer die Basis der dort lebenden Menschen. Angesiedelte Industrie, Wasserkraftwerke, Umleitungen oder wasserintensive Landwirtschaft erschweren den dort lebenden Menschen immer mehr den Zugang zu sauberem Wasser. Denn auch beim Thema Wasser teilt sich die Welt in arm und reich, obwohl es ein Grundrecht ist. Viele dieser Probleme werden bei den Vorträgen, Diskussionen und Filmen thematisiert. Wer also bis zum 13. August in Berlin ist, sollte einen Blick auf das Programm werfen, es lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Alleine die Dachterrasse der Schwangeren Auster, wie sie hier im Volksmund heisst, ist einen Besuch wert.

hier geht´s zur Wassermusik Website

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Autor: Alexandru Sandbrand-Nisipeanu

Der Autor ist Journalist und Blogger

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