Rauhnächte – magische Tage zwischen den Jahren

06.12.2016 | Rubrik: Allgemein

22

Die Tage zwischen der Wintersonnwende und den Heiligen drei Königen sind besonders gut geeignet zur Reflexion, Besinnung und Neuausrichtung! Zahlreiche Retreats unterstützen Sie dabei.

Bald stehen Sie wieder an die Rauhnächte zwischen der Wintersonnwende und den heiligen drei Königen; kräftig, geheimnisvoll und sagenumwoben. Sie zeigen wie keine andere Zeit die Verbindung mit der Urkraft der Natur. Sie erinnern uns an alte Traditionen wie das Spinnverbot und daran, dass das neue Jahr nicht immer und überall am 1. Januar beginnen muss. So galt auch bei uns vor nicht allzu langer Zeit der 6. Januar als erster Tag des neuen Jahres. Die Nacht auf den Dreikönigstag gilt allgemein als die stärkste und wichtigste der Rauhnächte. Die Tage zwischen den Jahren erinnern uns immer wieder daran, wie gross der Einfluss des Planetensystems auf unser Leben ist. Die Erde braucht ziemlich genau 365 Tage um die Sonne zu umkreisen. Der Mond umkreist die Erde in 29,5 Tagen und macht dies 12 Mal innerhalb eines Jahres, was insgesamt 354 Tage ergibt. Die übrig geblieben 12 Tage sind die Raunächte. Die Zwölf steht mythologisch für Vollständigkeit und Abgeschlossenheit. Und so überrascht es nur wenig, dass sich das Sonnenjahr aus der Summe der 12 Mondzyklen plus den 12 Raunhächten zusammensetzt.

Es ist eine Übergangszeit, in der sich Polaritäten treffen und vermischen: Altes und Neues, Feiern und Besinnen, dunkel und hell, materiell und spirituell. Erst wenn diese magischen Tage vorbei sind, kann das neue Jahr wirklich beginnen. Man nennt sie auch die Zwölften, die Tage zwischen Jahren oder die heiligen Nächte. Der Name Rauhnächte kommt davon, dass in diesen Tagen Haus und Hof geräuchert wurden. Viele Menschen aus den verschiedensten Kulturen praktizieren diesen Brauch immer noch. Es geht um die Zeit zwischen der Wintersonnwende am 21. Dezember und den Heiligen Drei Königen am 6. Januar. Die meisten Quellen sprechen beim Beginn von Heiligabend oder dem ersten Weihnachtsfeiertag. Der Himmel ist so klar wie selten; natürlich nur nachdem sich der Nebel gesenkt hat. Die Nächte sind kraftvoll, mysteriös und geheimnisvoll. Es ist eine Zeit der Stille und des Innehaltens, auch wenn viele das in unserer hektischen Zeit nicht mehr wertschätzen können. In dieser Zeit gibt es besonders viele Retreats, in denen Menschen der Hektik in den Städten um Weihnachten und Silvester entfliehen wollen. Die meditative Praxis wird der besonderen Energie dieser Tage angepasst. Beliebt sind in diesen Tagen Seminare mit intensivem Kontakt zur Winterlandschaft wie z.B. Schneewanderungen oder Gehmeditationen. Längere Schweigephasen gehören genauso zum Tagesablauf wie traditionelle Rituale und sakrale Tänze. Wie beliebt diese Retreats sind, merkt man daran, dass es bei vielen schon Anfang November nur noch Plätze auf der Warteliste gibt.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Dann abonnieren Sie unseren Rueckzug.com Jahreszeiten-Newsletter (4 mal pro Jahr).

Autor: Alexandru Sandbrand-Nisipeanu

Der Autor ist Journalist und Blogger

©2019 rueckzug.com aktuell - Kontakt - Impressum - Datenschutzerklärung