Die besondere Magie der Raunächte

14.12.2015 | Rubrik: Allgemein

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Magie der Raunächte

Zahlreiche Rituale, Mythen und Geheimnisse drehen sich um diese 12 Tage zwischen den Jahren. Die Raunächte sind eine sehr intensive Zeitspanne; eine wunderbare Möglichkeit den spirituellen Dialog mit sich selbst zu intensivieren.

Wenn die Adventszeit zu Ende geht, stehen die Raunächte an. Das Sonnenjahr ist um 12 Tage länger als das Mondjahr mit seinen 12 Umläufen und so wird diese Differenz Zwischen den Jahren im Volksmund als Die Zwölfte oder Raunächte bezeichnet. Es sind die kürzesten Tage im Jahr, geprägt von Ruhe und Stille und wenig Licht. Dafür ist der funkelnde Himmel umso schöner und an geheimnisvollen nebligen Abenden richten wir unsere Aufmerksamkeit mehr nach innen und lernen darauf zu hören und die Magie dieser besonderen Zeit zu spüren. Kein Wunder, dass das Angebot an rituellen Retreats zwischen Wintersonnwende und Heilige drei Könige so gross ist. Schweigeseminare sind in diesen Tagen besonders beliebt; der Kontakt zur Winterlandschaft wird in nächtlichen Schneewanderungen, Dunkelmeditationen und rituellen Traumreisen gepflegt. In früheren Jahrhunderten räucherte man Haus und Hof um sich vor negativen Einflüssen zu schützen und positive Energien in Fluss zu bringen. Es galt zwischen den Jahren ein Spinnverbot, das nach der Volkssage von Frau Holle überwacht wurde. Spinnen war damals in vielen Regionen eine der typischen Winterarbeiten von Frauen. So sassen dann alle bei düsterem Licht um den Herd, man erzählte sich Geschichten, machte zusammen Musik und hatte auch längere Schweigephasen. Der Alltag war unterbrochen, die Aufmerksamkeit richtete sich in diesen Tagen nach innen.

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Autor: Alexandru Sandbrand-Nisipeanu

Der Autor ist Journalist und Blogger

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